Rechenzentrum_01

Das Rechenzentrum

Das heute so genannte Rechenzentrum, in der DDR-Zeit hieß es „Datenverarbeitungszentrum“, gliedert sich in zwei große, würfelartige Baukörper. Das Bürogebäude befindet sich direkt an der Breiten Straße. Es ist fünf Geschosse hoch. Dieser Gebäude-Teil steht zum Teil über den Grundrissen des Kirchenschiffs der ehemaligen Garnisonkirche.

Datenverarbeitungszentrum, Bürogebäude

Im hinteren Bereich dieses Gebäudes befand sich die ehemalige Kantine. Dieser Kantinen-Anbau reichte bis weit auf den Bürgersteig der Breiten Straße hinaus, in etwa bis zum wieder aufgemauerten Portal der ehemaligen Garnisonkirche. Dieser Flach-Anbau des Bürogebäudes wurde bereits für die Baufeldfreimachung des Wiederaufbaus des Kirchturms der Garnisonkirche abgerissen.

Der Grundriss des Bürogebäudes wurde auf Freifunk-potsdam.de veröffentlicht.

Der von der Breiten Straße aus abgewendete Gebäudeteil, ein zweigeschossiger, ebenfalls würfelartiger Flachbau, ist mit einem schmalen Verbinder, welcher weit zwischen den beiden Gebäuden zurück springt, verbunden.

Datenverarbeitungszentrum, Technikgebäude

Rechenzentrum, Ansicht von der Mitte der Plantage Potsdam

Während im Brdunkle Gänge im Rechenzentrumeite-Straße-seitigen Gebäudeteil die Büros untergebracht waren, befand sich in der Mitte dieses Flachbaus das eigentliche Rechenzentrum. Ein zentraler, flacher und finsterer Saal ohne Tageslicht für die Rechenanlagen. Um diesen Saal herum sind wiederum Büro-Räume angeordnet. Am Ende der Nutzungszeit als Rechenzentrum waren  in diesem Saal nur noch wenige Serveranlagen. Große und dunkle Leere herrschte, denn Computer und Serveranlagen wurden in den 45 Jahren der Nutzung immer kleiner…

lange Flure um RechenzentrumAuch im eigentlichen Bürogebäude herrscht eine beklemmende Enge. Schmale Gänge, welche durch eloxierte Türen getrennt wurden, führen zu den einzelnen Büros, die wie Kaninchenställe aneinander gereiht sind.

In den Büros herrscht die Heizungsanlage: entweder an und brütend heiß, oder aus und kalt und zugig. Zudem der unentwegt laute Straßenlärm der Breiten Straße und Dortu Straße (letztere war zu DDR-Zeiten ebenfalls eine Hauptverkehrsstraße und nicht verkehrsberuhigt). Daher war und ist das Öffnen der Fenster, wegen andauernder Lärmbelästigung, nicht ratsam. Im Haus herrschte fast immer eine stickige und feuchte Luft. Bis heute…

Zwei unspektakuläre Gebäude. Wäre da nicht der Mosaikfries von Fritz Eisel.