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Die Plantage

Potsdams Plätze des Soldatenkönigs

Die drei großen Potsdamer Stadtplätze, die Plantage, Platz der Einheit (früher Wilhelmplatz) und der Bassinplatz sind Platzräume des 18.Jahrhunderts. Im Rahmen der zwei Stadterweiterungen auf Veranlassung König Friedrich Wilhelms I. blieben sie aufgrund der damaligen Stadtplanung und deren Realisierung als nicht bebaubare Flächen übrig.

An allen drei Plätzen waren umfangreiche Pfahlgründungen für die angrenzenden Baufelder erforderlich. Das ergibt sich aus dem eiszeitlich geprägten Untergrund. Ursprünglich verlief ein zweiter Havelarm über den Heiligen See und die drei heutigen Plätze bis zur Planitz – Insel. Dieser Havelarm verlandete später. An verschiedenen Grundstücken waren daher Pfahlgründungen von zehn bis etwa vierzig Meter Tiefe erforderlich.

Der Stadtkanal diente zur Entwässerung der Umgebung und wurde so angelegt, dass er als Baumaterialtransportweg genutzt werden konnte. Daher waren die ersten Brücken, wie in den Niederlanden, hölzerne Klapp- oder Ziehbrücken. Den Kanal begleiten beidseitig Straßen, die Grachten, wie sie auch in Potsdam zeitweise hießen.

Die Plantage

Durch den Stadtkanal, der die Plantage auf der Nordseite (Yorckstraße) und Westseite (Dortustraße) umfloss, entstand ihre Platzgestalt. Im Süden reicht sie bis an die Breite Straße und das Grundstück der ehemaligen Hof- und Garnisonkirche. Auf der Ostseite grenzt der Platz an ein ehemals militärisch genutztes Gelände, dem Langen Stall. Im Norden und Westen reicht die Plantage jeweils bis an die jeweiligen Straßen am Stadtkanal, der Yorck- und Dortustraße.

Die städtebauliche Raumbildung der Plantage

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Im Norden begrenzt den Platzraum optisch die Häuserfront der Wohnbebauung der nördlichen Seite der Yorckstraße. Im Osten bildete der ehemalige Lange Stall mit seinem hohen, etwa 170 Meter langen Satteldach die Platzwand. Im Süden gaben die Nordseite der ehemaligen Garnisonkirche der Plantage den optischen Rahmen und die Fassaden der Eckbebauung der Breiten Straße an der Breiten Brücke über den Stadtkanal. Mit den großen Brückenfiguren zählte auch die Breite Brücke zu den optischen Platzbegrenzungen. Auf der Westseite reicht der Platzraum bis an die Fassaden des Großen Militärwaisenhauses und ab der Spornstraßen-Ecke bis an die dreigeschossige Wohnbebauung, das ehemalige Rechnungshofgebäude und die Dortu-Schule.

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